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Christmas-Story 2. Advent 2023

Oh, du schöne Christmaszeit. Ein ganzes Jahr musste gewartet werden, bis es wieder soweit ist. Liebe, Sex und Heiligkeit kommen auch in dieser Zeit sowieso nicht zu kurz. Küsse mich bitte sofort. Hier! Jetzt! Genau in diesem Augenblick! Oh, ja …

Weihnachten der verführenden Liebe und süßer Herzlichkeit! Bei dampfendem Punsch, prickelndem Champagner oder doch leckerem Glühwein auf dem voll verschneiten Weihnachtsmarkt. Auch dort trifft man glühende Liebeslust überall. Denn: Liebe liegt in der Luft! Riechst du sie ebenso so wie ich auch? – XMAS to love!

***

Überraschend stellte Tony plötzlich fest, dass er völlig vergaß, für Emma noch ein passendes Geschenk zu organisieren. Wieder war Weihnachten schneller da wie gedacht. Wie für die meisten Männer vielleicht? Plötzlich Weihnachten! Schon einmal Mal passierte ihm das. Er in der letzten Sekunde noch Emmas Lieblingsparfüm besorgte, ehe alle Läden zu waren. Bei seinem verdammten Job als Polizist, wusste er manchmal nicht, wo ihm der Kopf stand. Doch wollte er auf keinen Fall seine megasüße Emma dieses Jahr enttäuschen.
Guter Rat war für Tony jetzt gefragt. Diesmal hatte er nicht das Glück, noch ein offenes Geschäft zu finden. Alle befanden sich bereits in den Weihnachtsfeiertagen. Er selbst wollte auch nicht deswegen deprimiert sein, für sie kein Geschenk zu haben. Gott sei Dank, sehen wir uns erst morgen, Süße. Sonst hättest du mich beinahe erwischt, irgendwo hier noch ein beknacktes Geschenk aufzutreiben, damit du mich nicht deswegen bis in alle Ewigkeit verwünschst. Dachte Tony. Als Boss einer Supermarktfiliale musste Emma noch bis zum frühen Abend arbeiten. Und Tony war froh, jetzt endlich nach seinem heutigen Frühdienst auch in die Weihnachtspause gehen zu dürfen. Er freute sich entspannt auf das bevorstehende Fest. Übermorgen aber musste er wieder in seine Uniform schlüpfen. Im nächsten Jahr wird es wohl anders werden, wenn sie dann eine gemeinsame Wohnung bezogen und später auch Kinder hätten. Vielleicht mochte er dann Weihnachten auch mehr. Beide dachten, es wäre besser, dem Stress aus dem Wege zu gehen und morgen dann Weihnachten erst zu feiern.

Schnell fiel ihm der noch geöffnete Weihnachtsmarkt in der Stadt ein, wo er für Emma noch eventuell eine hübsche Lammfellmütze für den bevorstehenden gemeinsamen Winterurlaub im nächsten Jahr besorgen könne. Oder auch noch eine entzückende Tasche. Sie liebte Taschen. Man könnte das auch Tik nennen. Er hoffte, damit ihr eine Freude zu machen. Eigentlich würde er sie lieber in ein nobles Restaurant nett ausführen. Anschließend noch eine Bar besuchen. Er war sicher, ihr würden eher edle Dessous und eine verheißungsvolle Nacht in einem Hotel gefallen. Statt Bügeleisen oder Küchenmaschine wie bei einigen normalen Hausfrauen.
„Mmmh, … ob ich hier etwas finde?“ Stieg er unsicher wenig später, etwas abseits vom Markt, aus seinem Wagen. Doch der aparte Duft von leckeren Bratäpfeln, Bratwurst und anderen markttypischen Essen hier mit gebrannten Nüssen und Glühweinpunsch stimmten ihn irgendwie auf Weihnachten ein.
„Hey, eh … sie können hier aber nicht stehen bleiben. Ich reserviere den Parkplatz nämlich für mich und meine Freundin! Die müsste auch gleich hier auftauchen? Sie kurvt schon mindestens die dritte Runde wegen einem freien Platz durch diese Gegend hier. Also bitte fahren sie wieder, sonst …“, schnauzte ein Mann in legerer Sportbekleidung unter einem offen getragenen Mantel Tony rüde an.
„Ja, sorry, aber was soll das? Sie standen eben noch nicht da, bin ich mir ziemlich sicher! Also … wenn sie bitte entschuldigen.“
„Nee, also ich stehe schon seit ein paar Minuten mindestens. Drüben auf der anderen Seite ist alles abgesperrt und meine Freundin muss eine ganze Runde extra noch einmal fahren, um hierher zu kommen. Außerdem war ich nur kurz mal um die Ecke … wenn sie verstehen … was ich … “
„Nee, tut mir leid! Das verstehe ich gerade nicht! Der Platz war frei und basta halt. Also selbst, wenn sie Millionär wären, oder ihre Freundin Jennifer Aniston wär – wäre mir das auch schnurzpiepegal! Also ich bleib jetzt hier stehen und fertig.“ Schloss Tony sein Auto ab. „Außerdem ist Weihnachten und deswegen habe ich heute für so etwas keine Zeit!“, verabschiedete sich Tony unverzüglich. Ungeachtet dessen, was der Typ von ihm hält. „Also bye, junger Mann!“ Bei dem bräuchte ich nicht meine Marke zücken, oder? Bin ja außer Dienst.
„Ach komm, ich war nur kurz … außerdem ist meine Freundin schon dort hinten …“ Sah der Typ im Mantel bis zum hinteren Ende der Straße.
„Neee, sorry … entschuldigen Sie bitte, aber ich muss dann auch!“ Lief Tony einfach geradewegs in Richtung Weihnachtsmarkt hin und lies den Mann stehen. Der Typ hat sie doch nicht mehr alle! Ich werde doch nicht wieder den Parkplatz freigeben, Vollidiot! Ich brauche jetzt dringend ein Geschenk für Emma! Der sieht aber aus, als würde der mir entweder einen Riesenkratzer oder eine Delle ins Auto jagen? Von dem sollte ich ein Foto machen. Zog er eilig sein Handy aus der Tasche. Machte geradewegs ein Foto von dem Typen und gleich eines noch von den Wagen seiner Freundin, mit der er jetzt diskutierend vor seinem Auto stand. Beide ergriffen die Flucht ins Auto zurück, als sie sahen, wie er ein Bild von ihnen schoss. Ein paar Sekunden beobachtete Tony sie noch, bis sie endlich wegfuhren. Danach bahnte er sich einen Weg durch die Menge.
Nicht so voll, wie die Tage zuvor war es auf dem Markt, dennoch konnten sich die meisten Händler nicht beklagen. Jetzt roch Tony herrliche Weihnacht mit holzigem Tannengrün Räucherkerzen und Weihnachtsgebäck intensiver. Überall erleuchteten zahlreiche Lichterketten mit bunten oder weißen Lämpchen die weihnachtlich geschmückten Stände ringsherum. Dann entdeckte er nach einer Weile auch endlich einen nett aussehenden Stand mit zahlreichen gestrickten Mützen, Schals, Handschuhen und anderen tollen Winteraccessoires. Ihn überkam echte Lust auf totale Christmas. Tonys Magen hatte urplötzlich Appetit auf Weihnachten. Der Stand neben dem von den Mützen boten gebrannten Mandeln in größeren und auch kleinen Tütchen an. Sofort schlug er zu und kaufte sich eines davon und naschte gleich auch ein paar davon. Letztes Jahr und auch schon davor fand er wenig Zeit, um sich auf Weihnachtsmärkten für diese festliche Zeit einzustimmen. An sich war Tony generell ein kleiner Weihnachtsmuffel. Doch Emma stand voll auf das kirchliche Fest der Liebe. Weswegen er gespannt war, was sie für sie beide wieder vorbereitet hatte. Und wie sie dieses Jahr ihren kleinen süßen Tannenbaum liebevoll geschmückt hat. Im Geiste aber überlegte, wie er sie auf alle erdenklichen Weisen darunter verführen würde, wenn er so riesengroß wäre, wie der am Rockefeller-Center in New York. Von seinen Fantasien, wie er sie vor dem Kamin bei sich zu Hause nimmt, um sie dann mit seinem Mund zu verwöhnen, um dann anschließend tief in sie einzudringen, wird er ihr vorerst nicht erzählen. Sein Penis straffte sich in seiner engen Jeans unter diesem plötzlichen Gedanken. Dafür hatte es sein Gutes, das alle Läden geschlossen waren. Er kam unerwartet in feierliche Weihnachtsstimmung.
Nun sah er sich auch nach einer eleganten Mütze für Emma um. Einige gefielen ihm, andere fand er grottenhässlich. Er entschied, es musste nicht unbedingt Lammfell sein. Wahrscheinlich würde sich seine Freundin auch für eine hübsche Kaschmirmütze begeistern können, wie er sie kannte. Vielleicht auch noch ein passender Schal? Während er danach Ausschau hielt, spürte er, wie jemand von hinten seine Augen mit Handschuhen verdeckte.
„Hee, was soll das!“ Drehte er sich um. Vor ihm stand wie aus heiterem Himmel seine Freundin Emma. „Was machst du hier denn, wenn ich fragen darf!“ Klang Tony eher entsetzt statt freudig.
„Wir haben alles früher geschafft wie gedacht und so waren wir zusammen schneller fertig, damit alle pünktlich zu Weihnachten nach Hause können.“, meinte Emma freudestrahlend. „Und weil wir uns eh erst morgen sehen, wollte ich gemütlich noch ein wenig über den Weihnachtsmarkt schlendern und einen Glühwein trinken und ein paar Süßigkeiten probieren. – Dann entdecke ich dich hier unvorhergesehen … bist ja eher nicht so für Weihnachten.“, redete sie mit zynischem Unterton und teuflischem Lächeln.
„Ja, ja …“ War ihm ihre Verärgerung wegen seiner Muffeligkeit klar. Hat si8e mich eben abgestraft, dieses kleine Miststück?
„Für morgen habe ich alles schon vorbereitet!“ Gab sie noch Zunder hinzu. Innerlich jedoch lachte sie sich eins. „Du hast wahrscheinlich vergessen, wie ich dich kenne, noch ein passendes Geschenk für mich zu kaufen. Sag mir bitte, dass ich falschliege.“ Küsste sie ihn kurz auf die kalte Nasenspitze.
„Ich könnte dir sagen – das ich dich nachher dann ganz spontan zum Essen bei unserem Lieblingsitaliener einlade. Dafür müssest du deinen Glühwein ohne mich vorerst trinken und wir sehen uns vielleicht in einer halben Stunde dann wieder! Du weißt ja warum.“, reagierte er nun besonnener. Blickte um sich. „Ich würde dich dann eben anrufen wenn … okay? Was hälst du davon?“ Wich er ihr aus, die Wahrheit zuzugeben.
„Wow, du hast Nerven, mich alleine Glühwein trinken zu schicken. Aber … ich will dir nicht im Weg stehen.“ In ihrer Stimme lag wiederum dieser zynischer Unterton. „Und im Übrigen – diese kackbraune Mütze dort, mit der hässlichen Pommel obendrauf, brauchst du gar nicht erst in die engere Wahl nehmen!“ Lächelte sie ihn mit frecher Miene an und machte anschließend kommentarlos die Biege. Verblüfft sah ihr Tony ihr nach und dann zu der besagten Mütze. Die hätte ich sowieso dir nicht geschenkt. Potthässlich!
„Oder?“ Schubste überraschend von hinten Emma ihm gegen den Rücken. „Wir schauen gemeinsam uns ein paar dieser grässlichen Mützen an, schließlich sind wir erwachsen.“
„Mmmh … ja eigentlich … verdammt nochmal! Mit dir hatte ich hier am wenigsten gerechnet“ war Tony kurz vorm Ausflippen jetzt. Er fühlte sich ertappt. Nicht nur, weil er kein Geschenk für sie hatte, sondern auch, weil sie ihn ertappte, kein sagenhaftes Interesse an Weihnachten sonst zu empfinden. „Ich war sicher, du wärst noch in der Arbeit!“ Jetzt hat sie mich ertappt! „Ähm, vielleicht ist deine Idee ja gar nicht schlecht. Aber … ich bevorzuge … dich überraschen zu wollen.“ Kam er näher zu ihr. Strich ihr die Haare aus dem Gesicht und nahm das Kinn in die Hand und küsste sie mit seinen warmen Lippen. „Bis dann, Schatz!“ Wandte er sich fix ab, um woanders dann nach einer Mütze zu schauen. Er wollte später noch einmal hier zurückkehren, damit sie nicht ahne, das er schon eine Wahl getroffen hatte. Eine schwarze Kaschmirmütze mit Glitzer fand er für sie recht passend. Mist auch! Dabei würde ich jetzt mit ihr am liebsten gleich zu mir verschwinden. Spürt er seine Männlichkeit. Gott, ja, am liebsten würde ich mit dir eine anständige Nummer gleich hier vögeln. Aber das wird wohl erst später. Beherrschte er sich. War sie etwas eben schnippisch zu mir. Sie sollte öfters mal mehr arrogant sein. Hat sie mich eben angemacht? Hat deswegen mein Schwanz so auf sie eben reagiert?

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Besinnliche Weihnachten wünscht Enna Steahle

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